LHG Schleswig-Holstein begrüßt E-Examen: „Jetzt muss die Umsetzung folgen“
Die Liberale Hochschulgruppe Schleswig-Holstein begrüßt die heute vorgestellte Absichtserklärung von Justizministerium und Christian-Albrechts-Universität zu Kiel zur Einführung des elektronischen Ersten Staatsexamens. Gleichzeitig fordert die LHG, dass aus der angekündigten Perspektive nun zügig konkrete Umsetzungsschritte werden.
„Wir begrüßen ausdrücklich, dass das Land gemeinsam mit der CAU den Weg für ein E-Examen bereitet. Das handschriftliche Staatsexamen entspricht längst nicht mehr den Möglichkeiten einer modernen juristischen Ausbildung“, erklärt Leon Neugebauer, Landesvorsitzender der Liberalen Hochschulgruppe Schleswig-Holstein.
Positiv bewertet die LHG insbesondere die geplante Übergangslösung in Hamburg. Dadurch soll bereits ab Mitte 2027 die Möglichkeit geschaffen werden, die Klausuren des Ersten Staatsexamens elektronisch zu schreiben, ohne auf die Fertigstellung des e-Assessment-Centers in Kiel warten zu müssen.
„Aber: Eine Absichtserklärung allein reicht nicht. Jetzt braucht es verbindliche Vereinbarungen, einen belastbaren Zeitplan und die notwendige Finanzierung. Die Studenten dürfen nicht noch mehrere Jahre auf eine zeitgemäße Prüfungsform warten“, so Neugebauer.
Auch die geplante Einführung am Standort Kiel ab 2028 müsse konsequent vorangetrieben werden. „Schleswig-Holstein hat bei der Digitalisierung der juristischen Ausbildung Nachholbedarf. Umso wichtiger ist es, dass aus dem heutigen Schritt nun schnell Realität wird. Wir begrüßen die Bewegung in die richtige Richtung und werden die weitere Umsetzung konstruktiv, aber kritisch begleiten“, schließt Neugebauer.
